Whistleblowing


Allgemeine Erläuterungen

 

Spätestens seit den Veröffentlichungen von Geheimdienstdokumenten durch Edward Snow- den oder Julian Assange, unter anderem auf der Enthüllungsplattform Wikileaks, ist der Begriff des Whistleblowing in aller Munde. Durch die Enthüllungen von Edward Snowden wurde im Wesentlichen das Ausmaß der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von Ge- heimdiensten, überwiegend der US-amerikanischen Geheimdienste, bekannt. Diese Veröffent-lichungen führten letztendlich zu der NSA-Affäre im Jahre 2013., deren Auswirkungen noch bis heute spürbar sind. 

 

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der sogenannte Whistleblower, welcher ins Deutsche übersetzt als Hinweisgebers bezeichnet werden kann. Dieser ist eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang bzw. einem der Öffentlichkeit unzugänglichem Bereich an die Öffentlichkeit bringt.

 

Üblicherweise gelingt es dem Whistleblower durch die Veröffentlichung von Informationen, auf Missstände in Unternehmen, in Behörden und in Regierungen hinzuweisen, sei es in strafrechtlicher oder auch in ordnungswidrigkeitenrechtlicher Hinsicht. Zu diesen strafrecht-lichen Missständen zählen im wesentlichen Verbrechen wie Korruption, Insiderhandel, Men- schenrechtsverletzungen sowie Datenmissbrauch. In Zusammenhang mit Edward Snowden ist zudem sicherlich die Spionage als eigene Rechtsverletzung zu nennen.

 

Der berühmteste Whistleblower der siebziger Jahre, Daniel Ellsberg, veröffentliche zudem Dokumente, welche belegten, wie die US-amerikanische Regierung die Öffentlichkeit gezielt über den Vietnamkrieg täuschte. Hierdurch zeigt sich, das Whistleblowing die unter- schiedlichsten Missstände zu Tage fördern kann. Üblicherweise erhält der Whistleblower Kenntnis solcher Missstände an seinem Arbeitsplatz. So auch Edward Snowden, dieser war als Systemadministrator bei einem Beratungsunternehmen beschäftigt, welches im Auftrag der NSA tätig war.

 

Wie auch im Falle von Edward Snowden wird es sich in den meisten Fällen, bei den zur Kenntnis gelangten Informationen, um vertrauliche Daten handeln, deren Veröffentlichung für ein Unternehmen, eine Behörde oder eine Regierung nicht selten mit einer Rufschädigung und einem enormen Imageschaden verbunden sein wird.

 

Genau an dieser Stelle ist daher auf die Möglichkeit und eine der Gefahren des Whistle-blowing hinzuweisen. Das Whistleblowing gibt Personen, Institutionen oder auch Unter-nehmen die Möglichkeit, mithilfe der Streuung von unwahren Informationen, andere zu diffamieren und somit sich beispielsweise in Bezug auf einen Mitbewerber einen Wett- bewerbsvorteil zu verschaffen, indem man von dem Imageschaden des Mitbewerbers die Erlangung eines mittelbaren Vorteiles erhofft.

 


 

Whistleblowing bei Ihnen?

Durch die Implementierung des COMPLIANCEBERATER.TEAMs in Ihr Unternehmen, wird ein Whistleblowing ab diesem Zeitpunkt wie folgt ausgestaltet sein.

Wie man der vorstehenden Schematischen Darstellung entnehmen kann, sieht ein Whistleblowing nach der Philosophie des COMPLIANCEBERATER.TEAMS auch eine Kommunikation mit dem Whistleblower durch ein Mitglied des Teams vor.

 

Hierzu ist aus unserer Sicht nicht zwingend eine Identifzierung des Whistleblowers erforderlich. Die Kontaktaufnahme kann unter Pseudonym oder mit einem Kennwort erfolgen. Ebenso wählt der Whistleblower, ob der Kontakt telefonisch, postalisch, oder per Email gar als Telefonkonferenz mit den modernen Kommunikationskanälen erfolgt, die auch durch das Team vorgehalten werden.

 

Wichtig ist uns, dass wir z.B. die Möglichkeit haben, zu Dokumenten, die der Whitsleblower zur Verfügung stellt, auch Rückfragen z.B. zum Verständnis zu stellen. Nur dann, wenn wir das Problem verstehen, welches der Whistleblower offenlegt, können wir dies in dem betroffenen Unternehmen auch mit dem entsprechenden Nachdruck vertreten.

 

Hinzu kommt, dass uns nur bei diesem Verständnis möglich ist, das Risiko einer Identifizierung für den Whistleblower einzuschätzen, bzw., auch dessen Risiken zu beurteilen, ob er sich mit seinem Handeln oder im Rahmen des dargestellten Problems selbst strafbar macht.

 

Diese Prüfung und Beratung ist aus der Sicht unseres Teams Teil der Sorgfaltspflicht gegenüber dem Whistleblower.

 

 

Soweit der Whistleblower sich gegenüber dem Rechtsanwalt, der seine Betreuung übernommen hat freiwillig und aus eigenem Antrieb offenbart hat, wer er ist, also eine Identifizierung statt gefunden hat, unterliegt diese Information der gesetzlichen Verpflichtung zur Berufsverschwiegenheit.

 

Seien Informationen werden von seinem betreuenden Rechtsanwalt nur in anonymsierter Form verwendent. Dies betrifft nicht nur seine Identität unmittelbar, sondern auch die von ihm übergebenen Dokumente, die einen Rückschluss z.B. auf den Unternehmens-Standort oder die Abteilung zu lassen, in der der Whistleblower tätig ist.

 

Eine Beratung, dass aufgrund der Art des Problems, der Örtlichkeit (z.B. betroffener Unternehmens-Standort) oder der Organisation (betroffenen Abteilung des Unternehmens) ein Rückschluss auf seine Identität mehr oder weniger wahrscheinlich ist, fand zu diesem Zeitpunkt ja schon statt.

 

Die Aufarbeitung, der durch den Whistleblower mitgeteilten Erkenntnisse, erfolgen dabei stets in einer solchen Art und Weise, dass durch die Mitteilung der Missstände gegenüber den verantwortlichen Stellen in dem Unternehmen, die Person des Whistleblowers nicht ermittelbar ist.

 

An diesem Punkt der Sachbearbeitung durch den Rechtsanwalt, der den Whistleblower betreut, nämlich dann, wenn die Aufarbeitung der Kenntnisse des Whistleblowers in der Form stattgefunden haben, dass eine Kontaktaufnahme zu dem Unternehmen erfolgen kann, ohne das von den mitgeteilten Kenntnissen, Rückschlüsse auf die Person des Whistleblowers durch das Unternehmen gezogen werden könnten, erfolgt dann die Weitergabe der Information an einen anderen Rechtsanwalt, als weiteres Mitglied des Teams.

 

DAS COMPLIANCEBERTER.TEAM als "Firewall" zur Sicherheit des Whistleblowers!!!

 

Dieser Rechtsanwalt, als Betreuer des Unternehmens übergibt dem Unternehmen die Informationen aus dem Whistleblowing und steht für die weitere Sachbehandlung dieser Informationen als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Er hat selbst keine Kenntnis über die Person des Whistleblowers, oder wie und von welchem Ort aus die Informationen zu seinem Kollegen gelangt sind. Welcher Kollege aus dem Team ihm die Informationen übermittelt hat, unterliegt wieder seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Berufsverschwiegenheit.

 

Ohne die nötige Akzeptanz und die Sensibilisierung für das Thema Whistleblowing auf Seiten der Beschäftigten, wird eine erfolgreiche Implementierung eines Whistleblowingsystems unabhängig seiner Organisationsform, in Ihrem Unternehmen nicht möglich sein. Wir als unabhängige externe Whistleblowingstelle bieten bereits den Vorteil, dass uns aufgrund der Eigenschaft als Berufsträger von vornherein eine größere Akzeptanz auf Seiten der Beschäftigten entgegengebracht wird, als dies der Fall wäre, wenn die Organisation der Whistleblowingstelle durch Ihr Unternehmen selbst stattfinden würde.